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Aktive Senior(inn)en in und um Falkensee

Ein persönlicher Blick einer Falkenseer Seniorin auf die 36..Brandenburgischen Frauenwochen.

Ich kenne Falkensee noch aus einer Zeit, in der die Straßen nach Kohle rochen. Manchmal glaube ich, ich hätte schon alles gesehen. 
Wir Frauen haben viel geschultert und noch mehr geschwiegen.

Die Generation, die ihre Wut verschluckte

Als ich jung war, war Wut nichts für Frauen. Sie galt als unweiblich und politisch unpassend. Man hat uns beigebracht, zu funktionieren. Aber bitte ohne laute Gefühle.
Wütend sein durften wir höchstens beim Kartoffelschälen, aber bitte leise, damit die Kinder nichts mitbekommen.

Später war die Doppelbelastung selbstverständlich. Bei den anderen Frauen, um mich herum, war das ja auch so. Erst Arbeit, dann Haushalt, Kinder und Organisieren und trotzdem bekamen wir weniger Lohn. Aber stets erklärten uns die Männer, wir hätten "doch alles".

Wenn eine Frau eine eigene Meinung hatte, hieß es schnell: "Die ist aber auf Krawall gebürstet."
Oder noch schlimmer: "Die ist emanzipiert." und das war damals kein Kompliment.

Heute reden wir mal Klartext

Jetzt, mit fast 80, merke ich: "Die Wut ist nicht verschwunden. Sie ist nur älter geworden und klarer, ruhiger, zielgerichteter."
Kein Aufstampfen mehr, sondern ein festes, unerschütterliches "So nicht mehr.

Als junge Frau wusste ich gar nicht, dass das, was ich fühlte, Feminismus war. Ich wollte einfach mein eigenes Geld verdienen, meine Kinder großziehen und nicht ständig um Erlaubnis fragen müssen.
Ich wollte ernst genommen werden als Mensch und nicht nur als Frau.
Heute weiß ich: Feminismus ist nichts anderes als der Wunsch, als vollwertiger Mensch behandelt zu werden. Nicht mehr, nicht weniger.
Wenn junge Frauen heute laut, mutig und selbstbewusst auftreten, dann erfüllt mich das mit Stolz. Sie tragen weiter, was wir begonnen haben.

Warum die Frauenwochen für uns Seniorinnen so wichtig sind

Viele denken, Feminismus sei etwas für die Jungen.
Aber wir Älteren haben genauso viel zu sagen, vielleicht sogar mehr.
Wir wissen, wie viel sich verändert hat und wie viel noch fehlt. Die Frauenwochen geben uns Raum, darüber zu sprechen. Nicht als Mahnerinnen, sondern als Zeuginnen einer Zeit, die man nicht vergessen sollte.

Mein Wunsch für die Frauenwochen 2026

Ich wünsche mir, dass wir Seniorinnen nicht nur zuhören, sondern gehört werden. Dass wir nicht nur teilnehmen, sondern mitgestalten.
Ich bin alt, aber ich bin nicht fertig und ich bin ganz sicher nicht leise. Und wenn Wut auf Erfahrung trifft dann ist das eine ziemlich gute Kombination.


Der Text basiert auf real erlebten Geschichten. Zum Schutz der betroffenen Personen wurden alle Namen, Orte und identifizierbaren Details verändert. Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Personen oder Ereignissen sind daher rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Dieser Artikel wurde unter Verwendung von Microsoft Copilot erstellt, einem KI-gestützten Schreibassistenten.

Copy: Anja Schackert / emotionaler Contentcreator, Schackert media